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Donnerstag, 19. Januar
Referent: Gerhard Dünnwald
„1200 Jahre Dommusik"



Unsere einzigartige Dreiländersprache
Drs. Jean Frins MA

Der Öcher und der Vaalser würden sich heutzutage nicht mehr verstehen können, wenn sie sich im Platt zu unterhalten versuchen. Das behaupten Prof. Roeland van Hout von der Radboud Universität Nimwegen und Dr. Georg Cornelissen vom Bonner Amt für Rheinische Landeskunde in der ersten diesjährigen Ausgabe der Zeitschrift Taal en Tongval. Aus unserer Sommer 2003 angefangenen Untersuchung im euregionalen Dreieck Valkenburg-Stolberg-Eupen ergibt sich ein anderes Bild. Das Öcher Platt und die anderen Dialekte im Bereich des mittelalterlichen Herzogtums Limburg bilden zusammen die einzigartige karolingisch-fränkische Sprache, die bis heute durchaus eine grenzüberschreitende Einheit darstellt. Dieser Artikel bietet eine Übersicht unserer bisherigen Erhebungen und wirft zudem einen Blick in die regionalsprachliche Zukunft.

niederländische Orte

belgische Orte

deutsche Orte

Bocholtz

Aubel

Aachen

Epen

Battice

Alsdorf

Eysden

Charneux

Bardenberg

Eygelshoven

Dalhem

Brand

Eys

Dison

Breinig

Gulpen

Eupen

Burtscheid

Heerlen

Eynatten

Eilendorf

Kerkrade

Gemmenich

Eschweiler

Klimmen

Grand-Rechain

Geilenkirchen

Mechelen

Hauset

Herzogenrath

Mheer

Henri-Chapelle

Horbach

Nieuwenhagen

Hergenrath

Kohlscheid

Nijswiller

Homburg

Kornelimünster

Noorbeek

Julémont

Laurensberg

Palemig

Kelmis

Lemiers

Rimburg

Kettenis

Marienberg

Schaesberg

Lambermont

Merkstein

Schin op Geul

Limburg

Palenberg

Simpelveld

Membach

Richterich

Slenaken

Montzen

Scherpenseel

Ubach over Worms

Moresnet

Stolberg

Vaals

Raeren

Ubach

Valkenburg

Remersdael

Walheim

Vijlen

Sinnich

Windhausen

Voerendaal

Sippenaeken

Würselen

Wahlwiller

Teuven

 

Wijlre

Walhorn

 

Wittem

Welkenraedt

 

Unsere Untersuchung

Unser Bestreben ist es, die sprachliche Dynamik dieses Gebietes zu skizzieren und dabei deutlich zu machen, woher die Entwicklungen kommen und wohin sie führen. Dabei greifen wir zurück auf große Arbeiten von Pieter Willems, Wilhelm Welter, Theodor Frings und Winand Roukens. Dieser Projekt wird momentan von drei emeritierten Wissenschaftlern betreut: Dr. Ron van Zonneveld (ex-Universität Groningen), Prof. Dr. Leo Wintgens (ex-Haut Ecole P.H. Spaak Brüssel) und Dr. Ad Welschen (ex-Universität von Amsterdam).

Bisher beurteilten 120 Mundartsprecher im Alter von 14 bis 87 Jahren Mundartsätze, die ihnen mündlich oder schriftlich angeboten wurden. Jeder Interessierte durfte eine Frageliste ausfüllen, vorausgesetzt, er sprach die Regionalsprache und wohnte im Dreieck Valkenburg-Stolberg-Eupen. Die Gewährspersonen sollten angeben, ob ein Satz in der eigenen Mundart richtig oder falsch klingt und den Satz mit einer Note zwischen 1 (falsch, so sagt man es nie) und 5 (sehr üblich) bewerten. Auch durften sie jeden Satz korrigieren. Die Buchstabierung wurde dabei nicht beachtet (uns war es gleichgültig, ob die Gewährsperson sich beim Schreiben etwa für jut, jot oder got entschied). In der neuesten Frageliste wurden außerdem 30 Wörter aufgenommen, um somit der Frage nachzugehen, ob sich auf Wortebene inzwischen eine Standardisierung feststellen ließ.

Wir betonen, dass vieles bisher aus zeitlichen Gründen nicht untersucht werden konnte und wir hoffen, unsere Arbeit noch mindestens zehn weitere Jahre fortzusetzen.

Hypothese 1: Wortschatz (Lexik)

In den letzten fünfzig Jahren fand in der karolingisch-fränkischen Lexik ein großer Wandel statt. Weijnen (1957) stellte bereits Änderungen auf der Wortebene fest, Kremer (1979) sprach von einem 40%igen Wandel im Wortschatz und Cornelissen (1994) befürchtete infolge der Änderungen sogar einen totalen Dialektverlust. Unsere erste zu beweisende Hypothese bezieht sich auf diese drei Studien und lautet:

I.

Die Lexik in den jeweiligen Dialekten wird sich (a) immer mehr dem Wortschatz der unterschiedlichen Standardsprachen anpassen. Dies hat u.a. mit dem Einfluss der Medien und der Unterrichtssprachen zu tun.

(b) Die meisten regionalen Formen, die Welter (1933, 1938) und Roukens (1937) auflisten, werden inzwischen durch hochsprachliche Formen ersetzt und den Teilnehmern mittleren Alters bereits unbekannt sein.

(c) Neue Wörter, etwa aus technischen Lebensbereichen, werden nicht mehr in die Regionalsprache übersetzt, sondern unverändert aus den Fachsprachen übernommen, wie Cajot (1989) bereits feststellte.

Keine dieser Annahmen ist bisher bestätigt worden. Für jedes der dreißig von uns abgefragten Wörter gibt es mindestens eine Variante, mit der man sich im ganzen karolingisch-fränkischen Gebiet verständigen kann und dabei handelt es sich meistens um genau die Variante, die Welter und Roukens vor etwa siebzig Jahren auch aufzeichneten, wie etwa ate(r) für hinter, Boks für Hose, Jade für Garten, No(a)(b)ber für Nachbar, Ratt für Fahrrad, Spital für Krankenhaus, Zog für Eisenbahnzug, Vakans für Ferien und tösche für zwischen.Von einem Wörterverlust, geschweige denn einem totalen Dialektverlust, darf daher u.E. nicht gesprochen werden. Allerdings sind einige Bezeichnungen nur noch sehr selten zu hören. Dazu zählt Leähmkleäner, ein Wort, das aus jener alten Zeiten stammt, als in der Region noch die typischen Fachwerkhäuser erbaut wurden, bei denen Lehm (Leähm) zwischen hölzernen Balken gestrichen (kleänt) wurde. Eine 86-jährige Aachenerin war die einzige Gewährsperson, die jenes Wort erwähnte. Bloetes, womit im Aachener Land ursprünglich ein Pflegeheim für Aussätzige bezeichnet wurde, ist dort in der gegenwärtigen Bedeutung von Krankenhaus nahezu aus der Umgangssprache verschwunden. Dies gilt auch für Balbutz (Friseur) und Soadeschdig (Samstag).

Für die fünf modernen Wörter, die wir bisher abgefragt haben, versucht man zumindest regionalisierte Formen zu verwenden anstatt die standardsprachlichen Wörter unverändert zu übernehmen. Ein Führerschein heißt also Führerschien und für Reißverschluss denkt man sich originelle Bezeichnungen aus, wie etwa Flatteroetsch, Zipper oder Rötsch.

Hätten wir auf Wortebene einen Verlust festgestellt, dann würden wir dennoch nicht beunruhigt gewesen sein. Wir sind nämlich der Meinung, dass die Lexik als die Software einer Sprache aufgefasst werden kann. Eine Software ändert sich häufig. Wer sich den PC-Markt alle sechs Monate erneut ansieht, wird bemerken, dass wieder ganz neue, avanciertere Softwareprogramme erschienen sind. Diese lassen sich aber alle mit der unverändert gebliebenen Hardware der Computer verwenden. Diese Hardware steckt von Anfang an im Computer und wird bei fehlerfreiem Funktionieren nicht von neuerer Hardware ersetzt. Bei Sprache sieht das nicht anders aus. Sprecher installieren ihre "Wörtersoftware" auf die "Satzbauhardware". Wie eine bestimmte Software werden auch bestimmte Wörter weniger verwendet, sie gelten eines Tages als veraltet und verschwinden letztendlich, andere erfreuen sich plötzlich einer erneuten Popularität oder werden sogar erst neu erfunden. Sprecher können sich leicht dafür entscheiden, bestimmte Wörter vorzuziehen, wenn sie zu einer bestimmten Sprechergruppe gehören wollen. Anhand ihrer Wortwahl beweisen sie der Umgebung entweder, dass sie "mitmachen" wollen und wissen, mit welchen Wörtern man dezent und integriert wirkt, oder sie grenzen sich stattdessen gewollt oder ungewollt aus. Wer von Senioren spricht, gehört zur ersten Gruppe, wer aber Kukidents oder Gruftis bevorzugt, verwendet Formen, die als jugendsprachliche Beispiele zu gelten haben. Es handelt sich hier um genau den gleichen Unterschied wie bei zwei PC-Besitzern, von denen der eine angibt, täglich streaming online zu sein und massenhaft MP3s herunterzuladen, und der andere, mit Windows95 zu arbeiten.

Wer Deutsch spricht, wird sich hingegen nicht dafür entscheiden, künftig einen Satzbau wie Ein ich Buch lese statt Ich lese ein Buch zu verwenden, weil eine solche Änderung einer vollkommen anderen Struktur entsprechen und die deutsche SVO-Reihenfolge (Subjekt-Verb-Objekt) umkrempeln würde. Es ist immer fraglich, ob eine neu erfundene bzw. eine aus einer anderen Sprache übernommene Satzstruktur überhaupt genügend mit den normalen, üblichen Satzstrukturen übereinstimmt, um von einer Mehrheit der Sprecher akzeptiert und übernommen zu werden. Es kommt dazu also darauf an, dass sich eine neue Konstruktion in die normale Struktur einordnen lässt.

Hypothese 2: Satzbau (Syntax)

Unsere zweite Hypothese hängt mit dieser Voraussetzung zusammen und lautet:

II. Die Syntax der Dialekte wird weitgehend unbeeinflusst bleiben, weil der Versuch, diese zu ändern, praktische Schwierigkeiten mit sich bringen würde. Wir erwarten daher, dass die regionalsprachlichen syntaktischen Merkmale, wie sie z.B. Willems (1885) hinsichtlich des Gebrauchs des Reflexivpronomens sich festgestellt hat, bis heute keiner Standardisierung unterlegen sind.

Sogenannte middle constructions (auf Deutsch: Medial- oder Mittelkonstruktionen) spielten in unserer Untersuchung eine wichtige Rolle. Insgesamt 90 der 160 bisher abgefragten Sätze gehörten zu dieser Kategorie.

Im Grunde handelt es sich bei Mittelkonstruktionen um aktivierte passive Sätze. Das Verb ist aktiv, das Subjekt (surface subject) ist eigentlich ein Objekt (notional object). Ein Beispiel kann dies erklären:

Hochdeutsch Niederländisch

Aktive Form Er verkauft Bücher Hij verkoopt boeken

Medialform Das Buch verkauft sich gut Het boek verkoopt *zich goed

Objekt in Subjektrolle

Passive Form Das Buch wird verkauft Het boek wordt verkocht

Ein wichtiger Unterschied zwischen Niederländisch und Hochdeutsch steckt im Reflexivum zich/sich. In unserem Beispielsatz muss dieses im Hochdeutschen notwendigerweise vorhanden sein, im Niederländischen führt es aber zu einem ungrammatikalischen Satz (darauf deutet das sprachwissenschaftliche Zeichen * hin). Weiter sind im Niederländischen intransitive Verben in solchen Konstruktionen ausgeschlossen, im Hochdeutschen und im Karolingisch-Fränkischen können sowohl transitive wie intransitive Verben Mittelkonstruktionen bilden. Betrachtet man die Grammatik, dann gilt also:

Niederländisch *Het rijdt zich goed op de autosnelweg

Hochdeutsch Es fährt sich gut auf der Autobahn

Karolingisch-Fränkisch ‘t Viert sich jot op de Autoban

Die Mittelkonstruktion in diesem zweiten Beispiel ist eine andere als im ersten, und zwar wegen Het/Es/t, einem Wort, das sich, anders als Das Buch/Het boek, auf kein konkretes Element, keine konkrete Sache, bezieht. Das hat Folgen für die Benennung des Satzes. Während das erste Beispiel eine persönliche Mittelkonstruktion (personal middle) darstellt, handelt es sich beim zweiten um eine unpersönliche (impersonal middle). Beide gehören zu den plain middles.

Sehen wir uns jetzt die erste von uns festgestellte Besonderheit in Bezug auf middles an:

Im Karolingisch-Fränkischen können plain Mittelkonstruktionen gebildet werden ohne Adverb als Stellvertreter des nicht-explizitierten Agens, außer in den Fällen, wo das Subjekt handelnd auftritt.

Der amerikanische Wissenschaftler Noam Chomsky hat 1965 behauptet, solche Konstruktionen seien nicht möglich. Das von ihm formulierte recoverability principle lautet nämlich:

"no role may be deleted (…) unless there exists an overt element through which the role is recoverable".

Bleibt die Agensposition also leer, dann muss es ein anderes Wort im Satz geben, mit dem die gestrichene Agensrolle wiedergegeben wird. Am häufigsten erscheint in solch einem Fall ein Adverb der Art und Weise. Diese Regel gilt sowohl für Niederländisch als auch für Hochdeutsch. In den folgenden, von uns untersuchten Sätzen gibt es aber kein Ersatzwort. Wo es eigentlich stehen müsste, steht jetzt LEER (für Leerstelle). Dennoch wurden die Sätze ohne Probleme verstanden und für richtig gehalten:

Dis Sjrieve üverzet sech LEER *Dieser Text übersetzt sich

De Schlat ot sech LEER *Der Salat aß sich

Dis Boch lieës sech LEER *Dieses Buch liest sich

’t Boch lieës sech ut LEER *Das Buch liest sich aus

Über siebzig Prozent der Gewährspersonen interpretieren diese Mittelkonstruktionen offenbar wie folgt: Subjekt (Text, Salat, Buch) ist im positiven Sinne, also: gut, lecker, leicht (übersetzbar, essbar, lesbar). Sie brauchen das Adverb nicht, um diese positive Lesung zu erzielen. Dies ist im Hochdeutschen und im Englischen nicht möchlich, wohl aber im Französischen:

Cette racine se mange *Diese Karotte isst sich

Sobald das Subjekt die beschriebene Handlung nicht erfährt, sondern selbst ausführt, darf das Adverb in karolingisch-fränkischen Mittelkonstruktionen nicht fehlen, wie aus den folgenden, von den Teilnehmern negativ bewerteten Testsätzen hervorgeht:

* D’r Wagel varet sech LEER Das Auto fuhr sich

* De Fornöis verwermde sech LEER Die Grillplatte heizte sich (auf)

Mehrere Wissenschaftler (u.a. Fagan 1992) behaupten, eine Mittelkonstruktion mit einem Achievementverb (z.B. erkennen, finden, erreichen) sei in germanischen Sprachen ungrammatikalisch. Das Verb muss nämlich, um in einer Mittelkonstruktion zu erscheinen, eine Handlung wiedergeben, die während einer bestimmten Zeit einer Veränderung unterliegt. Das ist bei achievements nicht der Fall und daher gilt:

Hochdeutsch *Mit der Bundesbahn kommt es sich leicht zur vorgesehenen Zeit an

*Dieses Ziel erreicht sich nicht leicht

Im Französischen dürfen achievement-Verbenaber wohl in Mittelkonstruktionen erscheinen (Fagan 1992: 94):

Französisch Piërre se reconnaît à son nez rouge

Hochdeutsch *Piërre erkennt sich an seiner roten Nase

Dieser zwischensprachliche Vergleich bringt uns dazu, die folgende Hypothese aufzustellen:

Karolingisch-Fränkisch stimmt hinsichtlich der in Mittelkonstruktionen erlaubten achievement-Verben mit der französischen Grammatik überein. Deshalb dürfen karolingisch-fränkische Mittelkonstruktionen achievement-Verben enthalten.

In wievielen Orten dies tatsächlich der Fall sein wird, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Unsere Gewährspersonen aus Gemmenich und Homburg standen den von uns abgefragten Achievement-Mittelkonstruktionen auf jeden Fall positiv gegenüber.

Künftig wollen wir auch zwei für die Regionalsprache typische plain Mittelkonstruktionen untersuchen:

Hochdeutsch (a) Das Bett schläft gut

Ort Adverb der Art und Weise

(b) Der Saal singt bequem

Ort Adverb der Art und Weise

(c) Die Tinte schreibt gut

Instrument Adverb der Art und Weise

Die grammatikalischen Subjekte Das Bett (a) und Der Saal (b) verweisen auf einen Ort (lateinisch locus), das grammatikalische Subjekt Die Tinte (c) verweist auf ein Instrument. Wegen dieser andersartigen Verweisungen spricht man bei (a) und (b) von einer lokationellen adjunct und in (c) von einer instrumentellen Mittelkonstruktion.

Beide Konstruktionstypen müssen ein Adverb der Art und Weise (gut, beziehungsweise gut und bequem) enthalten. Dennoch sind sie nicht als völlig identische Konstruktionen zu betrachten. Cornips (1996b: 72) meint, bei diesen Mittelkonstruktionen handele es sich um zwei separate Typen, weil das grammatikalische Subjekt die Tinte in der instrumentellen Konstruktion (2c) im Gegensatz zum grammatikalischen Subjekt der beiden adjunct middles (2a) und (2b) als logisches Subjekt analysiert werden kann. Plain instrumentelle Mittelkonstruktionen seien auch im Englischen und Hochdeutschen grammatikalisch, anders als adjuncts, wie Cornips anhand folgender Beispiele illustriert (1996b: 64):

Instrumentelle Mittelkonstruktion

Englisch This ink writes easily

Hochdeutsch Diese Tinte schreibt gut

Adjunct Mittelkonstruktion

Englisch *This chair sits easily

Hochdeutsch *Dieser Stuhl sitzt (sich) herrlich

Willems (1885) stellte für das Gebiet östlich der Maas fest, dass dort auch die folgenden Formen von adjuncts mit Reflexiven benutzt wurden:

Dialekte östlich der Maas Das Bett schläft sich gut

Der Saal singt sich bequem

Wir möchten künftig nachgehen, ob und inwiefern sich diese Besonderheit inzwischen auch im karolingisch-fränkischen Sprachgebiet hat verbreiten können.

Hypothese 3: Grenzüberschreitende Einheit

Ludger Kremer und Hermann Niebaum haben 1990 nachgewiesen, dass sich die ehemals grenzüberschreitend einheitlichen Regionalsprachen in sieben westeuropäischen Grenzregionen in einer ziemlich aussichtslosen Lage befanden. Für die südjütischen Dialekte heißt es (Kremer und Niebaum 1990: 10): "ihr Aussterben ist zu erwarten", in der Grenzregion zwischen Dollart und Vechtegebiet gilt (Kremer und Niebaum 1990: 11), "daß das Dialektkontinuum sich im Prozeß der Auflösung befindet". Positivere Feststellungen fehlen. Im saarländisch-lothringisch-luxemburgischen Grenzgebiet habe das Moselfränkische sich (Kremer und Niebaum 1990: 12) "infolge unterschiedlicher standardsprachlicher Überdachung auseinanderentwickelt". Die inzwischen entstandenen Unterschiede liegen dort sowohl auf pragmatischer Ebene wie im Sprachsystem. Am Oberrhein an der deutsch-französischen Grenze befinden sich heute "die beiden Sprachlandschaften ... nicht mehr wie früher in enger sprachlicher Gemeinschaft" (Kremer und Niebaum 1990: 12) und die sprachsoziologische Position der niederländischen Dialekte Französisch-Flanderns erscheint als so geschwächt, dass "der Autor [Hugo Ryckeboer, JF] innerhalb einiger Jahrzehnte den Zusammenfall von Staats- und Sprachgrenze erwartet" (Kremer und Niebaum 1990: 13).

Auch wir hatten im karolingisch-fränkischen Sprachgebiet damit zu rechnen, dass infolge des unterschiedlichen hochsprachlichen Unterrichts und des hochsprachlichen Medieneinflusses die Staatsgrenze immer mehr eine Sprachgrenze bildet. An niederländischer Seite sieht man abends letztendlich Goede Tijden, slechte tijden, an deutscher Seite Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Unsere dritte Hypothese hat damit zu tun und lautet:

III. Dem von Willems im Jahre 1885 festgestellte Dialektkontinuum in unserem Untersuchungsgebiet entspricht heute kein Kommunikationskontinuum mehr, d.h. die deutsch-niederländisch-belgische Staatsgrenze bildet heute eine Bruchstelle in diesem Kontinuum.

Dank der Ergebnisse hinsichtlich des Wortschatzes und Satzbaus wussten wir schon, dass von großen Unterschieden zwischen den drei Grenzgebieten nicht die Rede war. Mithilfe des Programms SPSS haben wir genau berechnen können, ob es signifikante Unterschiede zwischen den niederländischen Teilnehmern einerseits, und den deutschen und belgischen Teilnehmern andererseits gab.

Eine geeignete, hieb- und stichfeste Methode, um dies zu überprüfen, bietet die Berechnung der Korrelationen zwischen den von den Niederländern einerseits und den Deutschen und Belgiern andererseits erteilten Bewertungen der unterschiedlichen Sätze. Für jeden Satz haben wir die Bewertungen durch den jeweiligen Teilnehmer auf der Skala von 1 bis 5 in das Programm eingegeben. Danach haben wir in SPSS die beiden Teilnehmergruppen miteinander korrelieren lassen.

Laut Newbold (1984: 442) zeigt ein Korrelationskoeffizient p zwischen zwei Daten, inwiefern die wechselseitige lineare Verbindung dieser Daten sich als kräftig oder eher schwach bezeichnen lässt. Die Ziffern -1, 0 und 1 bilden Grenzen. Deshalb lautet die Grundregel: -1 ≤ p ≤ 1

Die Ergebnisse -1 und 1 sind Idealfälle: Bei einem p von -1 oder 1 ist die lineare Verbindung zwischen den Daten am kräftigsten. Bei -1 ist nämlich von einer perfekten negativen Verbindung die Rede und eine +1 stellt eine perfekte positive Verbindung dar. Je weiter sich p einem dieser beiden Grenzwerte nähert, desto stärker ist die wechselseitige Verbindung. Falls p aber = 0 gibt es gar keine Beziehung zwischen den miteinander verglichenen Daten.

Die von uns bei der oben geschilderten Berechnung festgestellte p-Matrix betrifft:

 

deutsch/belgisch

niederländisch

deutsch/belgisch

0,2625

0,2571

niederländisch

0,2571

0,2793

Die Korrelation der totalen Matrix lautet: 0,2658. Diese scheint zwar auf den ersten Blick nicht überwältigend stark zu sein (denn sie liegt unter 0,30), da aber die Unterschiede in den Korrelationen sehr beschränkt sind, deuten sie dennoch auf eine Einheit hin. Die aufgrund historischer Gegebenheiten unterstellte (sprachliche) Einheit des Karolingisch-Fränkischen ist somit statistisch bewiesen. Die Staatsgrenze bildet bis heute tatsächlich keine Bruchstelle im jahrhundertealten sprachlichen Kontinuum.

Diese Situation ist also außergewöhnlich, weil, wie wir gesehen haben, keine andere westeuropäische Grenzregion über eine Regionalsprache verfügt, die sich bis heute grenzüberschreitend auf die gleiche Weise weiterentwickelt. Überall bildet eine relativ junge Staatsgrenze mittlerweile auch eine Sprachgrenze, die sich immer trennender gelten lässt.

Es gibt im Aachener Dreiländereck einen regen Grenzverkehr, bei dem sich Mundartsprecher aus den entferntesten Ecken des Sprachgebiets treffen und miteinander kommunizieren. Dies konnten wir aus den Antworten auf folgende Frage ermitteln:

• Wie oft ungefähr kommen Sie in die Niederlande/die Bundesrepublik/nach Belgien?

Alle ... Monate Alle ... Wochen

Fast alle 120 Gewährspersonen gaben an, mindestens einmal pro Woche die Grenze zu überqueren. Allerdings gaben die Deutsche und Belgier auch an, jenseits der Grenze nur selten Platt und fast immer Hochdeutsch zu sprechen. Auf die Frage weshalb antworteten die meisten, dass sie sich nicht darüber im klaren waren, dass sie sich im eigenen Dialekt jenseits der Grenze verständigen konnten und sie zweifelten daran, ob die ausländischen Gesprächspartner einen Kommunikationsversuch im Dialekt schätzen würden. Hier stellte sich heraus, dass es eine "Grenze in den Köpfen" gibt. Niederländer, Deutsche und Belgier sprechen zu Hause die gleiche Sprache. Sie arbeiten inzwischen in wichtigen Bereichen wie Verkehr, Infrastruktur, Arbeit, Unterricht und Handel intensiv zusammen, betrachten sich dabei aber als unterschiedliche Staatsbürger und sprechen beruflich fast ausschließlich die verschiedenen Hochsprachen, was eine optimale Zusammenarbeit u.E. im Wege steht.

Eine Euregio: Die Dreiländersprache macht es möglich

Ohne etwa politisch-gesellschaftliche Änderungen, wie eine Aufteilung der heutigen niederländischen Provinz oder die Wiederherstellung des ehemaligen Herzogtums Limburg zu beabsichtigen, betonen wir, dass die Volkssprache die Rolle eines verbindenden Faktors spielen könnte. Sobald die Bewohner einsehen und feststellen, dass sie sich im Dialekt euregional verstehen und verständigen können, könnte ein euregionales Gefühl der gemeinsamen Identität und Verbundenheit auf der Basis geteilter historischer Wurzeln heranwachsen. Seit der Einführung der europäischen Sprachen-Charta sind alle Voraussetzungen dafür gegeben, eine euregionale Zusammenarbeit im sprachlichen Bereich anzufangen. Ein Versuch von politischer Seite ist aber bisher ausgeblieben.

Diese Sprachen-Charta, die 1992 vom Europarat verabscheidet wurde, gründet auf der Überzeugung, dass die in vielen Ländern Europas vorhandene Zwei- oder Mehrsprachigkeit einen kulturellen Reichtum per se darstellt, der eine wichtige Grundbedingung für das Gemeinwohl bildet und zu durchaus besseren Lebensumständen führt. Ihr zweiter Teil ist von besonderer Bedeutung. Jeder Staat, der die Charta unterzeichnet und sich damit dazu verpflichtet, die eigenen Regional- oder Minderheitssprachen nach bestem Vermögen zu schützen, muss die sieben Paragraphen dieses zweiten Teils auf jeden Fall akzeptieren bzw. in die Praxis umsetzen. Diese Paragraphen lauten:

1: Die Regional- oder Minderheitssprachen des Landes werden als Ausdruck kulturellen Reichtums betrachtet.

2: Der geographische Raum jeder Regional- oder Minderheitssprache wird respektiert.

3: Durchgreifende Maßnahmen zur Förderung solcher Sprachen sind erforderlich.

4: Der mündliche und schriftliche Gebrauch solcher Sprachen, sowohl in der Öffentlichkeit wie im Privatleben, muss gewährleistet werden.

5: Voraussetzungen für den Unterricht dieser Sprachen müssen geschaffen werden, dazu gehören auch Maßnahmen, die es Nichtsprechern ermöglichen, sich diese Sprachen anzueignen.

6: Das Studium und die Untersuchung dieser Sprachen an Universitäten oder ähnlichen Instituten müssen ermöglicht und unterstützt werden.

7: Dies gilt auch für den relevanten transnationalen Austausch von Wissenschaftlern.

Im Jahre 1997 hat die niederländische Regierung die Regionalsprachen Nedersaksisch und Limburgisch im Sinne des zweiten Teils der Charta anerkannt. Der Provinz Limburg sowie verschiedenen Instanzen und Vereinen wird seitdem jährlich eine Geldsumme zur Verfügung gestellt, damit die sieben oben erwähnten Punkte tatsächlich in Anwendung gebracht werden können. Inzwischen kann dort von einem wahren Aufschwung der Regionalsprache gesprochen werden. Bei dieser Erfolgsgeschichte spielt auch ein psychologischer Effekt mit. Eine Sprache, die sogar auf europäischer Ebene Anerkennung genießt, darf man natürlich stolz hören lassen.

Das Aachener Land, die DG und die belgische Provinz Limburg profitieren aber hiervon nicht, weil die Anerkennung nur für die niederländische Provinz gilt. Angesichts der heutigen regionalsprachligen Lage (Einheit!) wäre die gleiche Anerkennung aus sprachlicher Sicht nicht nur angemessen, sie dürfte gerade in den erwähnten Regionen für den Spracherhalt besonders positive Folgen haben.

So ist an deutscher Seite die Parole "Mit den Kindern kein Platt!" stark verbreitet. In jeder Gruppe von 15 deutschen Mundartsprechern gab jeweils eine Gewährsperson an, mit den eigenen Kindern noch Mundart zu sprechen. Die mittlere Generation der ca. Vierzigjährigen orientiert ihre Sprechweise den eigenen Kindern gegenüber eindeutig am Standard. Die Regionalsprache wird häufig als fehlerhaftes Hochdeutsch betrachtet, oder sie gilt als die Sprache der Landwirte und Putzfrauen. Als H. Küsters 1986 in Alsdorf per Fragebogen die Dialektkompetenz bei 220 Schülern/-innen von Hauptschule und Gymnasien erhob, konnte er schon feststellen, dass nur 9% der Befragten auf die Frage "Kannst Du Platt sprechen?" mit "ja" antworteten, und 49% mit "nein".

In Belgien war die Situation jahrzehntelang nicht anders. Manche Einwohner der Eupener Region verbunden die sich ‚deutsch’ anhörende Heimatsprache mit Krieg und Annexion, und haben sich seit Kriegsende häufig dafür entschieden, mit ihren Kindern Französisch zu sprechen. Im Falle einer Ehe mit einem Partner von außerhalb der Region wurden die Kinder auf Hochsprache erzogen. In vielen Häusern verstummte das plattdütsche Echo. Aber das Kulturministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft bemüht sich momentan stark um den Dialekt. Es gibt Veröffentlichungen im Platt, einen Wettbewerb für Jugendliche "3+" und auch Mundartbühnen feiern wieder Erfolge. Mir wurde von Jugendlichen aus Gemmenich und Kelmis mitgeteilt, es gebe mittlerweile sogar Amateurbands, die sich trauen, ihre coolen Lieder im Platt zu singen. Die Heimatsprache wird mehr und mehr von jungen Eltern weitergegeben und kehrt allmählich in den öffentlichen Gebrauch zurück. Viel länger hätte diese Entwicklung nicht auf sich warten lassen müssen, denn bereits 1979 stellte Nelde für Aubel fest, dass dort nur noch 15% der Einwohner Platt sprachen. Selber empfand ich dies vor kurzem, als ich in der Aubeler Abtei Val-Dieu auf Platt um ein Bier bat, und es erst bekam, nachdem ich meine Bitte auf Französisch wiederholt hatte.

Schlusswort

Die Entscheidung der niederländischen Regierung, sich 1997 bei der Anerkennung der Regionalsprache nur auf den niederländischen Teil des geographischen Bereichs "Limburg" zu beschränken, ist aus sprachlicher Sicht ein Irrweg. Die euregionalen Politiker sollten sich auf diplomatischem Wege dazu durchringen, ihre belgischen und deutschen Seiten zum gleichen sprachpolitischen Schritt - d.h. zur Anerkennung der plattdütschen Sprache gemäß Teil II der Charta - zu bewegen. Eine gemeinsame euregionale Sprachpolitik könnte durchaus positive Folgen haben, sowohl für die Regionalsprache als für ein geteiltes euregionales Identitätsgefühl.

Wollen wir uns gleichzeitig gegen die Sirenentöne jener Sprachwissenschaftler wappnen, welche ohne mit den Mundartsprechern gesprochen zu haben, verkünden, die Staatsgrenze sei heute auch eine Sprachgrenze geworden. Wollen wir als Mundartsprecher, Politiker und Sprachwissenschaftler gemeinsam verhindern, dass im euregionalen Sprachenwald tatsächlich Kahlschlag stattfindet und eine hochsprachliche Monokultur entstehen kann. Erinnern wir uns an die Warnung des großen Sprachwissenschaftlers Winand Roukens und seien wir davon überzeugt, dass

" het verlies van onze volkstaal, van ons dialect betekent: het verlies van onze eigen geaardheid. (…) Instandhouding van onze (…) dialecten betekent mede instandhouding van het diepste wezen onzer (…) cultuur" – Winand Roukens (1947: 18).

Die Untersuchung von Frins und seinem Team wird fortgesetzt. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Frins anmelden über E-Mail: jeanfrins@yahoo.com oder per Post: Brikkebekker 10 NL- 6372 DP Landgraaf.

 

Literatur

- Börnsen, Wolfgang: Plattdeutsch im Deutschen Bundestag, Sankt-Augustin: Siegler Verlag, 2001, 79-80, 113-116.

- Cajot, José: Neue Sprachschranken im ‘Land ohne Grenzen’?, Köln/Wien: Böhlau Verlag, Reihe Rheinisches Archiv Teil 121/I, 1989.

- Cajot, José: Neue Sprachschranken im ‘Land ohne Grenzen’?, Köln/Wien: Böhlau Verlag, Reihe Rheinisches Archiv Teil 121/II: Karten und Tabellen, 1989b.

- Cajot, José: "Neue Sprachgrenzbildung an der deutschen Staatsgrenze zu niederländisch-Ostlimburg, Ostbelgien und Luxemburg", in: Kremer, Ludger und Hermann Niebaum: Grenzdialekte. Studien zur Entwicklung kontinentalwestgermanischer Dialektkontinua (Germanistische Linguistik 101-103), Hildesheim/Zürich/New York: Georg Olms Verlag, 1990, 125-152.

- Cajot, José: De Nederlands-Duitse staatsgrens als scheidingslijn tussen klanken, vormen en woordgeslachten, Hasselt: Vereniging voor Limburgse dialect- en naamkunde, 1996.

- Fagan, Sarah M.B.: The syntax and semantics of middle constructions – A study with special reference to German,Cambridge: Cambridge University Press, 1992.

- Grin, François: Language Policy Evaluation and the European Charter for Regional or Minority Languages, Hampshire/New York: Palgrave Macmillan, 2003.

- Kremer, Ludger: Grenzmundarten und Mundartgrenzen – Teil I: Text, Köln/Wien: Böhlau Verlag, 1979.

- Kremer, Ludger: Grenzmundarten und Mundartgrenzen – Teil II: Tabellen und Karten, Köln/Wien: Böhlau Verlag, 1979b.

- Kremer, Ludger und Hermann Niebaum: "Zur Einführung: Grenzdialekte als Gradmesser des Sprachwandels", in: Kremer, Ludger und Hermann Niebaum (Hrsg.): Grenzdialekte. Studien zur Entwicklung kontinentalwestgermanischer Dialektkontinua (Germanistische Linguistik 101-103), Georg Olms Verlag Hildesheim/Zürich/New York, 1990, 7-21.

- Lehnhardt, Helge: Os Heämetsproech 1 – Et es Hervs, Aachen: Thouet, 1987.

- Nelde, Peter H.: "Zur volkssprachlichen Situation in einer germanisch-romanischen Übergangszone", in: Deutsch als Muttersprache in Belgien – Forschungsberichte zur Gegenwartslage, Wiesbaden: Franz Steiner Verlag GmbH, 1979, 67-84.

-Newbold, Paul: Statistics for business and economics Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall International Inc., 1984.

- Roukens, Win.: Wort- und Sachgeographie Südost-Niederlands und der umliegenden Gebiete – mit besonderer Berücksichtigung des Volkskundlichen, Nijmegen: N.V. Uitgevers-Mij. De Gelderlander, 1937.

- Roukens, Win.: De taal der Limburgers als spiegel van volk, geschiedenis en cultuur, Nijmegen: Uitgeverij De Koepel, 1947.

- Weijnen, A. und Fr. Van Coetsem: De rijksgrens tussen België en Nederland als taalgrens, Amsterdam: N.V. Noord-Hollandsche Uitgevers Maatschappij, 1957.

- Welter, Wilhelm: Die niederfränkischen Mundarten im Nordosten der Provinz Lüttich, Den Haag: Martinus Nijhoff, 1933.

- Welter, Wilhelm: Die Mundarten des Aachener Landes als Mittler zwischen Rhein und Maas, Bonn: Ludwig Röhrscheid Verlag, 1938.

- Wintgens, Leo: Grundlagen der Sprachgeschichte im Bereich des Herzogtums Limburg – Beitrag zum Studium der Sprachlandschaft zwischen Maas und Rhein, Eupen: Grenz-Echo Verlag, 1982.

- Wintgens, Leo: Et hat van os plat – Abriss einer Grammatik der germanischen Regionalsprache im Bereich des ehemaligen Herzogtums Limburg, Montzen : OBELIT, 3. Auflage 2001 (1. Auflage 1998).

 

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